Warum es sich lohnt
Streuobstwiesen zu erhalten

Während Jahrhunderten waren landwirtschaftliche Betriebe in Mitteleuropa
hauptsächlich für die Entstehung und die Bewahrung der Biodiversität
verantwortlich. Quasi nebenbei schufen sie eine Vielzahl von Lebensräumen
welche eine enorme Anzahl an Tier- und Pflanzenarten beheimatete.

Streuobstwiesen sind menschgemachte Lebensräume und zwar mit die
artenreichsten die wir in Mitteleuropa kennen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war
der Obstbau teil der Selbstversorgung bäuerlicher und städtischer Haushalte.
Um die Wende zum 20. Jahrhundert nahm der Obstanbau flächenmäßig deutlich
zu. Gute Obstpreise motivieren viele Landwirte zur Anlage von Obstäckern. Aus
der Kombination des Obstbaus mit Milchviehhaltung entstanden in dieser Zeit
auch die Streuobstwiesen. Grünland mit locker über die Fläche „gestreuten“
Hochstamm-Obstbäumen. Die Wiesen wurden meist zweimal jährlich gemäht,
das Mähgut an das Milchvieh verfüttert.

Durch die Industrialisierung der Landwirtschaft sind Streuobstwiesen seit Mitte
des vergangenen Jahrhunderts stark zurückgegangen. Zu arbeitsaufwändig
ist die Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiesen, zu gering der Ertrag.
Ein Großteil der noch vorhandenen Streuobstwiesen werden nicht mehr
gepflegt und überaltern.

Als besonders wertvoller Lebensraum innerhalb der Kulturlandschaft sollten
Streuobstwiesen unbedingt erhalten bleiben. Durch den Verzehr von Produkten
aus Streuobstwiesen tragen Sie einen kleinen Teil hierzu bei!

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